Interview mit dem neuen Geschäftsführer Patrick Meier

14.11.2019

Erzählen Sie bitte kurz Ihren Werdegang bis zur Geschäftsleitung der Belcolor.
Zur Jahrtausendwende bin ich als Leiter Finanzen/IT/Personal zu Belcolor gestossen. Ab 2016 habe ich zusammen mit zwei Kollegen die Co-Geschäftsführung übernommen. Drei Jahre später haben wir uns entschieden, wieder auf eine alleinige Geschäftsführung zu wechseln. Dadurch erhielt ich die Chance, als Geschäftsführer der Belcolor tätig zu sein.

Sie sind seit kurzem der neue Geschäftsführer bei Belcolor. Wie waren die ersten Tage für sie? Haben Sie sich gut eingelebt?
Die Rolle als Geschäftsführer war für mich nicht ganz neu, da ich bereits Co-Geschäftsführer war und mich in dieser Funktion auch mit den Themen Verkauf, Einkauf und Logistik befassen konnte. So habe ich mich ziemlich zügig in die neue Rolle eingelebt und fühle mich gut getragen und unterstützt von meinen Kollegen in der Geschäftsleitung und dem ganzen Belcolor-Team.

Wie es zum Wechsel gekommen? Wie sind Sie auf diesen Sessel gerückt?
Innerhalb der Geschäftsleitung haben wir während der Co-Geschäftsführung dieses Modell immer wieder hinterfragt und die Vor- und Nachteile abgewogen. In diesem Jahr haben wir uns aufgrund der veränderten Marktbedingungen entschieden, unsere Struktur den neuen Anforderungen anzupassen. Als Folge wurde zusammen mit dem Verwaltungsrat entschieden, wieder einen alleinigen Geschäftsführer einzusetzen. Dabei wurde mir vom Verwaltungsrat sowie meinen Kollegen in der Geschäftsleitung das Vertrauen für diese Rolle ausgesprochen.

Gibt es durch den neuen Geschäftsführer auch einen Strategie- oder Philosophiewechsel?
Die Vision und die Strategie wurden stets im Team entwickelt und umgesetzt. Da ich auch Teil dieses Teams war, wird sich unsere Strategie grundsätzlich nicht ändern. In der Umsetzung werden wir sicher einige Punkte schneller vorantreiben, um auch in Zukunft flexibel und nachhaltig agieren zu können.

Was ändert sich für die Kunden?
Für unsere Kunden ändert sich grundsätzlich nichts – mit der oben erwähnten Ausnahme, dass jetzt wieder ein alleiniger Geschäftsführer die Belcolor leitet.

Welches sind die ersten Dinge, die Sie angegangen sind?
Nach einer Reorganisation geht es vor allem darum, wieder Ruhe, Konstanz und Vertrauen zu schaffen – sowohl intern als auch gegen aussen. Dabei spielt die Kommunikation auf allen Ebenen und gegenüber allen Ansprechgruppen (Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter usw.) eine wichtige Rolle. Hier habe ich sicher einen Schwerpunkt gelegt und dies wird auch weiterhin im Fokus bleiben. Mit einer offenen und direkten Verständigung können viele Aufgabenstellungen schneller und einfacher gelöst und allfällig auftretende Probleme vorab verhindert werden.

Welche Projekte möchten Sie demnächst in Angriff nehmen?
Neben einigen Produktneuheiten, die wir unlängst lanciert haben oder in Kürze vorstellen werden, wird die Digitalisierung ein fundamentales Projekt sein. Dabei werden wir versuchen, Tools zu entwickeln, die für unsere Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter usw. einen Zusatznutzen respektive Mehrwert bieten.

Erlauben Sie uns einen Einblick in Ihr Privatleben? Was können Sie davon ins Geschäft einbringen?
In unserer Familie hat der Sport immer eine zentrale Rolle gespielt – einerseits als Ausgleich, andererseits aber auch als Lebensschulung. Meine beiden Töchter sind leidenschaftliche Triathletinnen und meine Frau und ich haben uns auch für diesen Sport – wenn auch auf einem bescheideneren Niveau – begeistern lassen.

Im Triathlon geht es um Leistung in verschiedenen Disziplinen (ohne der absolute Beste in jeder Disziplin zu sein), Durchhaltevermögen, Fleiss, (Eigen-)Motivation, Umgang mit Ressourcen und mentalen Schwankungen, Verantwortung übernehmen und vieles mehr. Es geht dabei nicht um den schnellen Erfolg, sondern sich zuerst eine Basis zu erarbeiten, auf dem sich aufbauen lässt. Ein nachhaltiger Erfolg stellt sich dann fast von alleine ein.

Das sind sicher Eigenschaften, die ich auch ins Geschäftsleben einbringen kann. Denn auch hier geht es mir darum, zusammen mit meinem Team eine Basis zu schaffen, um nachhaltig im Markt erfolgreich zu sein.

Was möchten Sie dem Leser noch mitteilen?
Ich würde mich sehr darüber freuen, Sie bei uns begrüssen zu dürfen – sei es als Kunde, Lieferant oder einfach aus Interesse an unserer Leidenschaft für Böden.

Vielen Dank für das spannende Gespräch.